Navel-Orangen-Veredelungsmethode und wichtige Hinweise

Die Methoden zur Pfropfung von Navel-Orangen umfassen: Schnittpfropfung: Wählen Sie an einer glatten, nach Südosten ausgerichteten Seite in einem Abstand von 10 bis 15 Zentimetern über dem Boden einen vertikalen Schnitt, der tief genug ist, um die Bildungsschicht zu erreichen. An der Oberseite des Schnitts am Unterlagebaum schneiden Sie mit dem Pfropfmesser in Richtung Innenbogen schräg ab und sorgen dabei für eine glatte Schnittfläche, um die Heilung zu erleichtern. Beim Einfügen des Edelreises in den Schnitt muss die untere Kante der kurzen Schräge des Reises mit der Schnittunterseite in Kontakt kommen; Rinde und Bildungsschicht von Unterlage und Edelreis sollten genau aufeinander ausgerichtet sein. Abschließend wird die Verbindungsstelle sorgfältig umwickelt.

Veröffentlichungsdatum:

2023-10-27


  Die Methoden zur Pfropfung von Navel-Orangen sind:


  Schlitzpfropfen: Wählen Sie in etwa 10–15 cm Höhe über dem Boden eine glatte, nach Südosten ausgerichtete Seite und schneiden Sie diese längs ein, wobei der Schnitt bis zur Bildungsschicht reicht. Oberhalb des Schnitts am Unterlagebaum wird die Unterlage mit einem Pfropfmesser schräg nach innen abgeschnitten. Die Schnittfläche der Unterlage sollte glatt sein, um eine gute Verbindung zu ermöglichen. Wenn das Edelreisstück in den Schnitt eingelegt wird, muss die untere Kante der kurzen, geschärften Fläche des Reislings mit der Unterseite des Schnitts in Kontakt kommen; dabei müssen Rinde und Bildungsschicht von Unterlage und Reisling genau aufeinander ausgerichtet sein. Anschließend wird die Verbindungsstelle sorgfältig umwickelt.


  Veredelungsmethode durch Pfropfen: Während der Arbeit halten Sie das Edelreis in der Hand und schneiden mit einem Messer etwa 1–1,5 cm unterhalb des Knospenansatzes vorsichtig ein Stück ab, wobei Sie gleichzeitig die verholzte Stelle oberhalb der Knospe entfernen. Dabei sollte die Unterseite der Knospe sorgfältig abgeschrägt werden. Das entnommene Knospenstück sollte etwa 2 cm lang sein. Anschließend wählen Sie an der Unterlage eine möglichst glatte Fläche, etwa 6–15 cm vom Schnitt entfernt, und schneiden dort mit dem Messer vorsichtig einen ca. 1,5 cm langen, nicht zu tiefen Schnitt – es reicht bereits aus, wenn ein wenig Holz mit dabei ist. Zum Schluss setzen Sie das Knospenstück vorsichtig in den Schnitt ein und fixieren es anschließend mit einer Plastikfolie.


  Das waren also die beiden Pfropfmethode für Navel-Orangen; bei der praktischen Durchführung können Sie je nach Situation eine geeignete Methode zum Pfropfen auswählen. Beim Pfropfen von Navel-Orangen sollten folgende Punkte beachtet werden:


  Veredelungszeit: Wenn beim Navelorange-Baum die Veredelung mittels Knospen durchgeführt wird, sollte dies jeweils von Juli bis September erfolgen; bei der Veredelung durch Zweigstecklinge hingegen liegt der geeignete Zeitraum zwischen Februar und April. In diesen beiden Zeiträumen erreicht die Überlebensrate der Navelorangen eine höhere Wahrscheinlichkeit.


  Werkzeugvorbereitung: Benötigt werden ein Messer und Folienstreifen.


  Vorbereitung der Edelreiser: Sammeln Sie kräftige, gut entwickelte Früh- oder Herbsttriebe mit prallen Knospen. Im Frühjahr werden die Reiser unmittelbar vor dem Austrieb verwendet; im Herbst gesammelte Reiser sollten frisch geerntet und sofort verarbeitet werden. Falls Sie Reiser vom Markt erwerben, müssen Sie feuchtigkeitsschonende Maßnahmen ergreifen, um die Überlebensrate zu gewährleisten.


  Vorbereitung des Unterstocks: Wählen Sie kräftige, gesunde Sämlinge mit geradem Hauptstamm und einem Stammdurchmesser von mehr als 0,3 cm als Unterlage; die Höhe der Veredelungsstelle sollte mindestens 8 cm betragen. Bei der Frühlingsveredelung wird der Unterstock in einer Höhe von 8–10 cm über dem Boden abgetrennt.


  Arbeitsdetails: Schneiden Sie den Unterlagestamm oberhalb des Schnitts mit dem Pfropfmesser schräg nach innen ab. Die Schnittfläche des Unterlagestamms sollte glatt sein, um eine gute Heilung zu ermöglichen. Der Schnitt an der Unterlage befindet sich auf der Seite mit der niedrigeren Schnittkante; die Länge des Schnitts richtet sich dabei nach dem Steckling: Wird der Steckling mit einer einzigen Knospe verwendet, sollte der Schnitt kürzer als der Steckling sein – nachdem der Steckling in den Schnitt eingesetzt wurde, muss die Knospe sichtbar aus dem Schnitt der Unterlage hervorragen. Wird dagegen ein Steckling mit einem Knospenblatt verwendet, sollte der Schnitt der Unterlage genau so lang sein wie die Knospe; zudem wird der zwischen Schnitt und Knospe liegende Teil der Rinde um etwa 1/3 bis 1/2 abgeschabt, damit die Rinde die Knospe nicht einschließt. Wenn der zu pfropfende Unterlagestamm besonders kräftig ist und sich das Abschneiden mit dem Pfropfmesser schwierig gestaltet, kann man zunächst mit einer Astschere den Stamm durchtrennen und anschließend den Schnitt ausführen. Anschließend wird die Schnittfläche des Unterlagestamms mit dem Messer glatt nachgearbeitet, wobei der Schnitt weiterhin auf der tiefer gelegenen Seite verbleibt. Beim Einsetzen des Stecklings in den Schnitt ist darauf zu achten, dass die untere Kante der kurzen, abgeschnittenen Fläche des Stecklings mit der Unterseite des Schnitts in Kontakt kommt und dass Rinde sowie Bildungsgewebe von Unterlage und Steckling exakt übereinanderliegen. Anschließend wird die Verbindung sorgfältig umwickelt. Als Material für diese Umwicklung verwenden Sie einen 20 Zentimeter langen Folienstreifen. Wickeln Sie dabei zunächst ein Ende des Streifens 1–2 Mal mittig um die Verbindungsstelle, falten Sie dann die obere Hälfte der Folie zur gegenüberliegenden Seite um und stecken Sie sie in den Streifen zurück, sodass oben über der Verbindungsstelle eine kleine "Folienkammer" entsteht. Diese schützt den Schnitt der Unterlage sowie die Stecklingsknospe wirksam vor Kälte und Feuchtigkeitsverlust und erhöht somit die Überlebensrate. Sobald die Keimknospe drei bis fünf Blätter gebildet hat, schneiden Sie die Spitze dieser "Kammer" vorsichtig auf, um das Austreiben des Stecklings nicht zu behindern.


Nabelorange-Veredelung